Wie ist die Akademie entstanden?

Die Akademie Psychotherapeutisches Zentrum ist aus den Kliniken des Psychotherapeutischen Zentrums Bad Mergentheim entstanden. Die Kliniken arbeiten nach dem gleichen Grundgedanken der Akademie: Zum Wesen der Behandlungen gehört es, seelisches Wachstum zu fördern, weil Krankheiten generell Zustände stillstehender, blockierter seelischer Entwicklungsvorgänge sind. Wir haben in den Kliniken deshalb den Anspruch und den Ehrgeiz, unsere Methodik sorgfältig auf diese Ziele auszurichten, unsere Behandlungssystematik gründlich wissenschaftlich zu fundieren und moderne Behandlungsverfahren wie das EMDR mit den klassischen Methoden zu einem Ganzen zu integrieren.

Wie arbeitet die Akademie?

Wir haben der Akademie das Motto gegeben seelisches Wachstum fördern, weil wir dies sowohl in der Akademie wie auch in unseren Kliniken als zentrale Aufgabe der Helferberufe ansehen. Das Verarbeiten von Belastungen, das Auflösen von Traumamaterial, das Entwickeln von Fähigkeiten sind lebenslange Entwicklungs-, Wachstums-, Transformationsvorgänge, sie laufen natürlich ab und sie werden, wenn es nötig ist, von Mitgliedern der Gesundheitsberufe unterstützt: Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte, Pädagoginnen und Pädagogen, Pflegende. An alle diese Berufsgruppen wendet sich unsere Weiterbildungsakademie.

Psychotherapie bedarf möglichst exakter Methodik und braucht den Kontakt mit der Grundlagenforschung, um Modelle für das eigene Denken und Handeln entwickeln zu können. Gleichwohl ist das Fördern seelischen Wachstums auch eine Kunst: Die Kunst, emotionale Vorgänge wahrzunehmen, die Kunst im Hier und Jetzt zu arbeiten und kleine bedeutungsvolle Mikroszenen zu erkennen, die Kunst, zu spüren, was der seelische Transformationsprozess im jeweiligen Moment braucht und die Kunst, für all das Sprache zu finden. Dies sind Themen, denen wir in der Akademie Raum geben wollen.

Zu unseren Lehrveranstaltungen gehören auch Supervisionsgruppen mit verschiedenen methodischen Schwerpunkten (psychoanalytisch, traumatherapeutisch, pädagogisch, psychosomatisch), Inhouse-Seminare, Tagungen und öffentliche Vorträge.

Dieses Ausarbeiten und Fundieren unserer Arbeitssystematik hat schon zu sehr zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten geführt, die wir jetzt um unsere Weiterbildungsakademie in der Bergvilla ergänzen.

Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich in der Akademie wohl und willkommen fühlen. Wir haben mit der Bergvilla wunderbare Räumlichkeiten gefunden, die gemeinsam mit einer persönlichen Atmosphäre den Rahmen für die intensive fachliche Arbeit bilden.

Was ist das Ziel der Akademie?

Das Kernziel der Akademie ist es, dem Helfer zu helfen. Die Veranstaltungen der Akademie sollen das Fachwissen über Methoden und theoretische Hintergründe vertiefen, sie sollen dazu dienen, dass ausgewiesene Experten ihr Wissen an alle Interessierten weitergeben können, die Seminare sollen den Diskurs untereinander fördern, und: Sie sollen Spaß machen. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem der schwierigsten Berufsfelder, den Helferberufen, haben wir ein Recht darauf, Freude an der Arbeit und Freude an der Weiterbildung zu haben.

Emotionale Belastungen treten nicht nur in Helferberufen, sondern in allen verantwortungstragenden Berufen auf. Die in der Klinik entwickelten Methoden zur emotionalen Selbstorganisation können sehr gut auch auf berufliche Belastungssituationen angewandt werden, deshalb ist die Selbstorganisation von Menschen in Verantwortungsberufen ebenfalls ein Anliegen der Akademie.

An wen richtet sich die Akademie?

Seelisches Wachstum ist immer auch ein Vorgang in den Helfern selbst. Indem wir unseren Patientinnen und Patienten, Klientinnen und Klienten bei der Verarbeitung und beim seelischen Wachstum helfen, vollzieht sich das gleiche (wenn es gut geht) in uns selbst ebenso. Wir entwickeln uns als Helfer und als Persönlichkeiten weiter. Die Seminare richten sich deshalb aus an den Interessen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzten, Pädagoginnen und Pädagogen, Pflegenden.

Auch in anderen Berufen Tätige sind angesprochen, weil starke emotionale Belastungen heutzutage mit nahezu allen Berufstätigkeiten verbunden sind.

Die Fähigkeit zur Selbstregulation, Selbstorganisation, zur Regeneration muss dringend gefördert, ernst genommen, gelehrt werden. Deshalb sprechen wir auch alle in Stressberufen Tätige an. Manche in der Psychotherapie entwickelten Methoden sind auch für die allgemeine Öffentlichkeit geeignet, z. B. die Klopftechnik. Deshalb werden wir auch öffentliche Vorträge und Lehrveranstaltungen zur emotionalen Selbstorganisation einplanen.

Zusammengefasst richten sich unsere Veranstaltungen an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen

  • Psychotherapie
  • Traumatherapie
  • Psychosomatische Medizin und Pflege
  • Pädagogik und Schule
  • Management

sowie an die interessierte Öffentlichkeit.